Unsere 8 alltagstauglichen Tipps für eine glückliche, ausgewogene und liebevolle Beziehung

Habt Ihr Euch auch schon oft gefragt, wie Ihr die „Liebe“ und das anfängliche „Knistern“ in Eurer Beziehung aufrechterhalten könnt? Wie Ihr trotz Alltag und Kindern Euch und Eure Bedürfnisse im Auge behaltet? Dann haben wir hier 8 Tipps, die Ihr ganz unkompliziert in Euren Alltag integrieren könnt.

Eine Beziehung braucht neben Liebe und Zuneigung auch Rituale und Strukturen

Denn wir haben im Laufe der letzten Jahre für uns festgestellt, dass eine glückliche, ausgewogene und liebevolle Beziehung auf viel mehr basiert als nur Liebe und Zuneigung zueinander. Klar wussten wir das schon vor unserer Ehe, aber vor allem seit unsere beiden wundervollen Kinder unser Leben bereichern, stehen wir ständig vor neuen Herausforderungen. Das bedeutet für uns, dass wir unser „Unternehmen Familie“ auf der Beziehungsebene stets anpassen müssen. Dies tun Fabian und ich durch verschiedene Rituale und Strukturen, die wir in unseren Alltag integriert haben. Diese möchten wir Euch gerne vorstellen.

Tipp 1: Paarzeit – Ein fester Abend ohne Handy und Fernsehen

Schon relativ am Anfang unserer Beziehung haben wir festgestellt, dass wir regelmäßig Zeit nur für uns brauchen. Sei es um über Probleme zu sprechen, Zukunftspläne zu schmieden oder gemeinsame Momente zu kreieren. Und so ist unser gemeinsamer Donnerstag entstanden. Ein Abend nur für uns ohne Handy und Fernsehen, den wir seit 2014 hegen und pflegen. Nur wenn es wirklich notwendig ist, wird dieser Abend anderweitig genutzt. Dass wissen unsere Freunde und sogar mein Chef.

Vorschläge für „Euren Abend“:

  • Spiele für Zwei (wir werden Euch demnächst hier unsere Favoriten vorstellen)
  • Billard
  • Fußball-Billard
  • Dart
  • Fahrradtour
  • Zukunftsgespräche beim gemütlichen Glas Whisky im Garten oder auf dem Balkon
  • gemeinsames Kochen
  • gegenseitige Massage
  • Hochseilgarten
  • Geo-Caching
  • Minigolf
  • Schwarzlicht Minigolf
  • Dinner in the Dark
  • Besuch im Casino
  • Picknick

Tipp 2: Startet Euren Tag mit einem Kaffee und einer Tagesbesprechung

Wir haben es uns angewöhnt, jeden Tag gleich zu starten. Er beginnt mit einer Tasse Kaffee im Bett und einer Tagesbesprechung. Ähnlich wie ein Jour Fixe im Büro – nur entspannt unter der Decke mit unseren Kindern, die über uns her krabbeln. Wir schauen gemeinsam in unseren digitalen Kalender und jeder erzählt kurz was ansonsten noch ansteht und gemacht werden muss. Dann teilen wir die Aufgaben auf und danach wird natürlich noch fleißig mit den Kindern gekuschelt, bevor wir uns von unserem wundervollen Familienbett mit 250cm Breite verabschieden. Dieses morgendliche Ritual hat uns schon vor so einigen Missverständnissen gerettet. Achja, unsere Tochter Finja möchte natürlich, seit sie circa 18 Monate alt ist, auch etwas trinken. Sie bekommt eine heiße Milch mit einem Strohhalm.

Tipp 3: Plant eure Woche ganz entspannt am Samstagvormittag im Bett

Ähnlich wie jeden Tag, starten wir auch den Samstag mit einem gemütlichen Kaffee im Bett. Diesen holt übrigens zu 95% mein Mann Fabian mit unserer Tochter Finja. Ich Morgenmuffel liebe meinen Mann dafür. Zur Tagesbesprechung kommt am Samstag immer unsere komplette Wochenplanung (eventuelle Geburtstage / Kauf von Geschenken / Arzttermine / berufliche Abendtermine etc.) sowie die Planung des Wocheneinkaufes. Dazu gehört auch unsere Essensplanung. Ja, wir planen jeden Samstag zusammen unsere Gerichte für die ganze Woche. Wir wissen so am Samstag schon, wer wann was kocht und was genau wir an welchen Tagen noch frisch einkaufen müssen. Uns hat das, vor allem als wir beide berufstätig waren, eine spürbare Erleichterung gebracht.

Tipp 4: Plant Euch „Ich-Zeiten“ ein

Fabian und ich brauchen regelmäßig Zeit für uns, um unseren individuellen Bedürfnissen Raum zu geben. Als Familie mit zwei Kindern haben wir gelernt, dass es Sinn macht, auch die „Ich-Zeiten“ von Fabian und mir zu planen und abstimmen. Denn einer von uns muss ja auf die Kinder aufpassen. Wir haben deswegen einen gemeinsamen Kalender, in dem jeder von uns zwei Abende die Woche (außer donnerstags natürlich) belegen darf, ohne es mit dem anderen abzustimmen. Für unsere Beziehung sind diese Abende sehr wichtig.

Tipp 5: Verteilt die Aufgaben im Haushalt

Schon am Anfang unseres Zusammenlebens haben wir einen klaren Haushaltsplan gemacht. Dabei geht es nicht darum, wann die Aufgaben erledigt werden, sondern von wem. Diesen passen wir je nach Lebenssituation an (Elternzeit / Berufstätigkeit / Alter der Kinder) und ehrlich gesagt, hatten wir in all den Jahren vielleicht drei bis viermal kleine Auseinandersetzungen wegen irgendwelcher Hausarbeiten. Dazu sei gesagt, Fabian packt wirklich mit an. Er kocht mindestens dreimal die Woche und räumt danach die Küche auf, kümmert sich um unseren Papierkram, Garten und Müll und schaut, dass ich noch die eine oder andere „kinderfreie Minute“ bekomme, sobald er Zuhause ist.

Tipp 6: Besprecht Eure Probleme in Ruhe und ohne Kinder

Egal, ob es nur eine Kleinigkeit ist oder was Grundsätzliches. Wir versuchen unsere Probleme immer erst zu besprechen, wenn wir dafür Zeit und Ruhe haben. Also meistens, wenn unsere beiden Kinder schlafen. Dann haben wir Zeit, dass jeder seine Perspektive erläutert und wir können gemeinsam eine Lösung finden. Und sei es einfach nur eine „Entschuldigung“. Dazu muss ich sagen, dass eine solche Unterhaltung mit mir auch erst möglich ist, wenn ich beim Putzen (ja, ich putze, sobald mich irgendetwas aufregt) darüber nachgedacht habe. Fabian findet meine Art der Auseinandersetzung mit Problemen natürlich super :-).

Tipp 7: Macht Euch einen Jahresplan

Ein Jahr ist lang, die Urlaubstage und finanziellen Mittel – wahrscheinlich nicht nur bei uns – begrenzt. Damit alle unsere familiären aber auch Fabians und meine individuellen Bedürfnisse Platz und Mittel finden, setzen wir uns zum Jahreswechsel hin und planen unser Jahr durch, wie in einem richtigen Unternehmen. Wir formulieren unsere Erwartungen, Anzahl an Urlauben und Ziele, Anschaffungen und erstellen basierend darauf eine Finanzplanung mit allen Ein- und Ausgaben (lest auch unseren Artikel zu Eurer privaten Finanzplanung). Sobald diese fertig ist, schauen wir gemeinsam was wir alles realisieren können und was nicht. Wir wissen also schon im Januar, wie viel unser Sommerurlaub kosten darf und können beide damit planen. Wir wissen aber ebenso, dass alles was extra kommt, besprochen werden muss. Auch dieses Ritual hat uns in den letzten Jahren einige Diskussionen erspart.

Tipp 8: Zeigt Euch durch kleine Gesten, dass Ihr Euch liebt

Es sind die kleinen Gesten die mein Herz höherschlagen lassen und mir lange in Erinnerung bleiben. Zum Beispiel hat Fabian letzten Winter einfach mal mein Auto frei gekratzt. Aber es gab natürlich schon viele andere kleine Gesten, die unsere Liebe gestärkt haben. Hier haben wir ein paar Vorschläge für Euch:

  • Backe oder koche den Lieblingsnachtisch von deinem Partner.
  • Hinterlasse eine Liebesnachricht auf einem Post-it oder per WhatsApp.
  • Schreibe eine Postkarte.
  • Befreie das Auto von Eis und Schnee.
  • Schicke Blumen ins Büro.
  • Knutsche deinen Partner einfach mal ab.
  • Kaufe das Lieblingsgetränk deines Partners.
  • Stecke deinem Partner seine Lieblingssüßigkeit in die Jackentasche.

Mit diesen Ritualen und Strukturen schaffen wir eine gesunde Basis für unsere Beziehung. Sicher ist dies nicht für jedes „Unternehmen Familie“ 1:1 umsetzbar, aber vielleicht können wir Euch ja dazu motivieren, das eine oder andere auszuprobieren. Habt Ihr auch besondere Rituale oder Strukturen (Tipps)? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

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